Ein Überblick über die Anti-Spam-Regeln in wichtigen Exportmärkten und eine nüchterne Einschätzung, wie groß das Abmahnrisiko in Deutschland wirklich ist Wichtiger Hinweis vorab Dieser Artikel gibt keine Rechtsberatung und ersetzt keine anwaltliche Prüfung. Er soll Exporteuren helfen, die Risiken bei der Kontaktaufnahme mit Importeuren zu kennen und einzuschätzen. Die Rechtslage unterscheidet sich von Land zu Land, ändert sich laufend und hängt immer vom Einzelfall ab. Ausführliche Hinweise dazu finden Sie am Ende des Artikels. Ein Olivenölhersteller aus Andalusien hat endlich eine saubere Liste mit 40 deutschen Feinkost-Importeuren. An einem Dienstagvormittag schickt er jedem eine freundliche E-Mail mit Preisliste und Katalog im Anhang. Drei Importeure antworten interessiert, die meisten gar nicht. Und zwei Wochen später kommt ein Schreiben einer Hamburger Kanzlei: Abmahnung wegen unerlaubter E-Mail-Werbung, Unterlassungserklärung, Anwaltskosten. Das Beispiel ist erfunden, das Muster nicht. Viele ausländische Hersteller gehen davon aus, dass zwischen Unternehmen andere Regeln gelten als gegenüber Privatkunden – und dass eine sachliche Geschäfts-E-Mail an eine öffentlich angegebene Adresse wie info@ kein Problem sein kann. In vielen Ländern stimmt das. In Deutschland, Österreich und einigen weiteren Märkten aber nicht. Dieser Artikel zeigt, wie unterschiedlich die Regeln in wichtigen Exportmärkten sind, welche Kontaktwege in strengen Ländern besser funktionieren und wie hoch das Risiko für einen ausländischen Hersteller tatsächlich ist, von einem deutschen Importeur abgemahnt zu werden.
19.10.2026Wer in Köln eine Packung Ibuprofen kaufen möchte, geht in die Apotheke oder bestellt bei einer Versandapotheke. In Chicago liegt dasselbe Schmerzmittel an der Tankstelle neben Kaugummi und Energydrinks, in London im Supermarkt – allerdings nur in kleinen Packungen. Das Produkt ist überall dasselbe, die Spielregeln sind es nicht. Genau das macht den Markt für rezeptfreie Gesundheitsprodukte so spannend und zugleich so anspruchsvoll für Hersteller, die ins Ausland expandieren wollen.
12.10.2026Marktvolumen, Trends, wichtige Anbieter, Fachmessen und Nischen im Überblick Rund 1,56 Millionen Tonnen Durian hat China im Jahr 2024 eingeführt – im Wert von knapp 7 Milliarden US-Dollar. Eine einzige Frucht, die in deutschen Supermärkten kaum jemand kennt, erreichte damit in einem einzigen Land ein Vielfaches dessen, was die EU und Großbritannien zusammen für alle klassischen Exoten der Zollposition 0810 90 ausgeben (gut 900 Millionen Euro im Jahr 2022). Das Beispiel zeigt, wie unterschiedlich die Nachfrage nach exotischen Früchten weltweit verteilt ist. Für Erzeuger und Exporteure aus Lateinamerika, Afrika und Asien ist das eine gute Nachricht: Es gibt nicht den einen Markt, sondern viele – mit jeweils eigenen Vorlieben, Saisonspitzen und Einkaufsstrukturen. Wer neue Absatzländer erschließen will, sollte deshalb genau wissen, welche Früchte wo gefragt sind, wer sie einkauft und über welche Wege sie ins Regal gelangen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick.
2.10.2026Rund 132 Millionen Kinder sind im Jahr 2025 weltweit zur Welt gekommen. Das klingt nach einem riesigen, verlässlichen Absatzmarkt – und das ist er auch. Ein Blick auf einzelne Länder zeigt allerdings, wie unterschiedlich sich dieser Markt entwickelt: In China wurden 2025 nur noch 7,92 Millionen Babys geboren. Das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr und so wenige wie noch nie seit Beginn der amtlichen Statistik im Jahr 1949. Trotzdem wächst der Markt für Babyprodukte weltweit weiter. Wie passt das zusammen? Die Erklärung ist einfach: Eltern geben heute pro Kind deutlich mehr aus als früher – für sicherere, nachhaltigere und technisch ausgereiftere Produkte. Dieser Beitrag gibt einen Überblick darüber, wie groß der Markt ist, welche Trends ihn prägen, welche Unternehmen den Ton angeben, auf welchen Messen sich die Branche trifft, welche Produktgruppen und Länder besonders gefragt sind – und wo auch kleinere Hersteller lohnende Nischen finden.
1.10.2026Jeder Hersteller, der ins Exportgeschäft einsteigt oder expandiert, stellt zuerst dieselbe Frage: In welches Land verkaufe ich mein Produkt am besten? Die naheliegende Antwort lautet: dorthin, wo am meisten gekauft wird. Doch genau hier beginnt der teuerste Denkfehler im internationalen Vertrieb. Das größte Ranking ist selten das richtige Ranking. Werfen wir zuerst einen Blick auf die harten Zahlen – und dann darauf, warum sie in die Irre führen können.
30.9.2026Wer seine Produkte erstmals ins Ausland bringen möchte, steht früher oder später vor derselben Frage: Wer verkauft meine Ware eigentlich vor Ort? Ein gutes Produkt allein reicht selten. Es braucht einen Importeur oder Distributor, der den Zielmarkt kennt, über die richtigen Handelskontakte verfügt und die nötige Motivation mitbringt, eine noch unbekannte Marke aufzubauen. Die entscheidende Frage lautet also nicht ob, sondern wie man diesen Partner findet. Grundsätzlich gibt es dafür zwei Strategien, die sich gut mit zwei Bildern aus der Natur beschreiben lassen: Jagen und Fischen.
25.9.2026„Unser Produkt läuft im Heimatmarkt hervorragend, also wird es sich auch anderswo verkaufen.“ Ein verständlicher Gedanke – und trotzdem einer, an dem teure Markteintritte reihenweise scheitern. Ein erfolgreiches Produkt ist die Eintrittskarte, nicht die Garantie. Ob es in einem neuen Land ankommt, hängt von zwei Dingen ab, die mit der Produktqualität selbst wenig zu tun haben: davon, ob der Zielmarkt gerade überhaupt Appetit auf Neues hat – und davon, wer das Produkt dort tatsächlich in die Regale bringt und die Marke aufbaut. Dieser Artikel behandelt drei Fragen, die vor jeder Markteintritts-Investition zählen: In welchen Ländern ist die Nachfrage nach interessanten FMCG-Produkten aktuell – oder dauerhaft – besonders hoch? Welche Produktgruppen haben die besten Chancen, einen neuen Markt zu erobern? Und welche Rolle spielt der richtige Importeur dabei, dass aus einem Produkt am Ende eine etablierte Marke wird? Die folgenden Zahlen stammen aus aktueller Branchen- und Handelspresse; betrachten Sie sie als Richtungsangabe und Größenschätzung, nicht als in Stein gemeißelte Wahrheit – die Prognosen der Marktforschungshäuser gehen teils deutlich auseinander, und diese Streuung ist selbst ein nützliches Signal.
19.9.2026Der globale Spielzeugmarkt hat 2025 ein bemerkenswertes Comeback hingelegt. Nach drei Jahren rückläufiger Zahlen wächst die Branche wieder kräftig – und das aus überraschenden Gründen. Wer heute Spielwaren verkauft, verkauft längst nicht mehr nur an Kinder. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf das Marktvolumen, die wichtigsten Trends, die führenden Anbieter, die zentralen Messen sowie auf die Länder und Nischen mit dem größten Potenzial.
12.9.2026Der Außer-Haus-Markt gehört zu den größten und dynamischsten Wirtschaftszweigen der Welt. Unter dem Kürzel HoReCa – Hotels, Restaurants und Catering – bündelt sich alles, was mit dem Genuss von Speisen und Getränken außerhalb der eigenen vier Wände zu tun hat: vom Fünf-Sterne-Hotel über die Systemgastronomie bis zur Kantine, vom Szene-Café bis zum Cloud-Kitchen-Startup. Für exportorientierte Markenhersteller ist dieser Markt ein enormes Chancenfeld – vorausgesetzt, man kennt die richtigen Länder, die richtigen Produktgruppen und die richtigen Zugangswege. Dieser Artikel gibt einen Überblick über das Gesamtvolumen des globalen HoReCa-Marktes, die prägenden Trends des Jahres 2026, die wichtigsten Fachmessen, die gefragtesten Produktgruppen sowie die Regionen und Nischen mit dem größten Wachstumspotenzial.
27.8.2026